Die Geschichte der Wirtschaftsprüfung begann wahrscheinlich vor gut 3.000 Jahren in Babylon. Bei Ausgrabungen haben Archäologen auf Steintafeln Prüfungshäkchen erkannt, die vermutlich die Prüfung eines Inventars dokumentieren sollten. Schon damals wurde also der Soll-Bestand lt. Buchhaltung mit dem Ist-Bestand der Realität verglichen. Diesem Abgleich – der Soll-Vorstellungen mit der Ist-Situation – fühlen wir uns seit nunmehr 75 Jahren verpflichtet.

Der Soll-Zustand gibt dabei das Optimum an, sei es eine gesetzlich vorgeschriebene oder eine den persönlichen Verhältnissen und Vorstellungen entsprechende optimale Vorgabe. Der darauf folgende Vergleich dieses Soll-Zustandes mit dem Ist-Zustand eröffnet seit Bestehen unserer Kanzlei die Frage: Wie kann der bestmögliche Zustand für unsere Mandanten erreicht werden? So entwickelt sich aus gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, aber auch aus den Vorstellungen unserer Mandanten im Bereich der Wirtschaftsprüfung und Steuergesetzgebung immer die Frage: Wie können wir für unsere Mandanten bestmögliche Ergebnisse erzielen?

Diese Maxime vertrat Prof. Otto Heinrich Zacharias bereits in dem von den Nachkriegswirren gebeutelten Köln. Er gründete in dieser Zeit eine Steuerberatungskanzlei, in der von Beginn an die persönliche, kompetente und vertrauensvolle Betreuung der Mandanten im Mittelpunkt der Tätigkeiten stand.

Durch die Aufnahme von Josef Demmer als Partner entstand der heutige Kanzleiname Zacharias & Demmer. Den Anforderungen der Zeit entsprechend wurde das Beratungsangebot nach und nach erweitert, und Willi Engels trat als weiterer Partner in die Kanzlei ein.

Vor neuen Herausforderungen stand die Kanzlei – wie auch der gesamte Berufsstand – inmitten der 80er Jahre, als das Bilanzrichtliniengesetz, mit dem EU-Richtlinien in deutsches Recht transformiert wurden, in Kraft trat. Die Wirtschaftsprüfung war im deutschen Mittelstand angekommen, und der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer, wie wir ihn heute kennen, begann sich zu entwickeln. In persönlichen Gesprächen wird immer wieder berichtet, dass zu dieser Zeit Wirtschaftsprüfer händeringend gesucht wurden. Die Mitarbeiter begannen, mit der Rechenmaschine, dem Bleistift, einer scharfen Schere und Klebstoff, die Jahresabschlüsse in den Unternehmen zu prüfen und hierüber Berichte zu schreiben. Bedingt durch die Anforderungen der verpflichtenden Wirtschaftsprüfung wuchs die Kanzlei unter der Leitung von Josef Demmer und Willi Engels weiter und beschritt erfolgreich ihren Weg.

Die zunehmende Komplexität und neue Anforderungen an die Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung führten zu einem weiteren Ausbau der Kanzlei, was mit der Frage der Kanzleinachfolge einherging. Diese Frage wurde durch den Eintritt der nächsten Generation in Person von Hans-Josef Demmer im Jahr 2000 beantwortet. Im Jahr 2010 folgte Kai Arnold in die Partnerriege. Nachdem Willi Engels nach langjähriger und erfolgreicher Tätigkeit die Kanzlei aus Altersgründen verlassen hatte, trat Anke Nuppeney 2019 als Partnerin in die Gesellschaft ein, um die erfolgreiche Vergangenheit in die Zukunft fortzuschreiben.Mit diesen Partnern, weiteren Berufsträgern und kompetenten Mitarbeitern ist die Kanzlei für die Zukunft gut gerüstet.

Dabei prägt noch immer die unternehmerische Denkweise, wie man seine Soll-Vorstellungen definiert und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um aus dem Ist-Zustand den Soll-Zustand herzustellen, unseren Beratungsansatz. Hierbei werden zwar keine Häkchen mehr auf Steintafeln gemeißelt – das gute Gefühl, für unsere Mandanten das Richtige zu tun, bleibt jedoch.

In diesem Sinne bedanken wir uns bei all unseren Mandanten, Mitarbeitern und Geschäftspartnern, die uns in den vergangenen 75 Jahren das Vertrauen geschenkt haben, und verbleiben.

mit freundlichen Grüßen

Ihre
Josef Demmer
Hans-Josef Demmer
Kai Arnold
Anke Nuppeney